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Allergien beim Pferd - eine Einführung

Allergien beim Pferd - eine Einführung

Da die Häufigkeit von Allergien beim Pferd, ebenso wie auch beim Menschen zunimmt, wollen wir euch heute eine kurze Einführung zu dem Thema geben. Denn die Voraussetzung für den richtigen Umgang mit einer Allergie ist erstmal das Erkennen der Symptome und, dass wir wissen:

Was ist eine Allergie eigentlich?

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Das funktioniert beim Pferd genau wie bei uns auch.
Der Job eines Immunsystems ist es, den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen und Stoffen zu schützen. Taucht also an bestimmter Stelle ein unbekannter Eindringling im Körper auf, schickt das Immunsystem dorthin sofort verschiedene Entzündungszellen. Die analysieren die potentielle Bedrohung vor Ort und eliminieren sie dann, je nach Bedarf. Das ist sehr wichtig, denn so kann sich der Körper vor Krankheitskeimen, Viren, Bakterien und andere schadenbringende Stoffe schützen. In den meisten Fällen passiert das, ohne das wir überhaupt etwas davon merken. 
Tritt eine Allergie auf, reagiert der Körper ebenfalls auf einen fremdartigen Eindringling und das Immunsystem schickt sofort seine Helfer los...So weit - so gut!
Allerdings handelt es sich in diesem Fall bei dem eingedrungenen Fremdkörper, dem sogenannten Allergen, um vollkommen ungefährliche Pollen oder sonstige unbedrohliche Stoffe für den Körper.
Hier liegt nun das Problem, denn obwohl der Eindringling für den Körper keinerlei echte Bedrohung darstellt, erkennen die Helferzellen des Immunsystems ihn als gefährlich, bekämpfen den Fremdkörper und versuchen ihn zu vernichten. Dadurch kommt es da zu den verschiedensten allergischen Reaktionen.

Wie zeigt sich eine Allergie beim Pferd?

Allergien sind Krankheiten, die häufig übersehen werden, gerade bei Tieren. Dabei is etwa jedes vierte Pferd davon betroffen. Äußern kann sich so eine Allergie besipielsweise durch plötzlich auftretenden Husten, eine Hautreaktion, Atembeschwerden oder diffuse Schwellungen. Natürlich gibt es auch andere Ausprägungsformen. Je nachdem, für wie bedrohlich der Körper das Allergen, also den bedrohlichen Stoff einstuft, wird er stärker oder weniger stark daruf reagieren und entsprechend fällt dann auch die allergische Reaktion aus. In schlimmeren Fällen entsteht beispielsweise ein Sommerexzem oder chronischer Husten in Form von COB durch solche Allergene. Im schlimmsten Fall tritt ein allergischer Schock auf und es kann sogar zum Atemstillstand kommen.
Wie auch bei uns Menschen, gibt es auch für Pferde verschiedene Möglichkeiten eine Allergie zu bekämpfen.

Die häufigsten Allergien unserer Pferde

Die häufigsten Allergien beim Pferd sind Reaktionen auf diverse Futtermittel, wie zum Beispiel die Heustauballergie. Verhältnismäßig einfache Abhilfe schafft hier in den meisten Fällen das Füttern von nassem Heu. Man kann das Heu entweder wässern, oder auch einen Heubefeuchter verwenden. Auch das gefürchtete Sommerekzem wird oft durch allergische Reaktionen auf Insektenstiche verursacht. Hier hilft dann die Ekzemerdecke, einfach dadurch, weil sie verhindert, dass das Pferd derart stark attakiert wird. Somit bleibt die Menge an Allergenen, die in den Körper eindringt geringer und die Abwehrreaktion des Körpers fällt milder aus. Auch die verschiedenen erhältlichen Lotionen, Öle und Sprays sollen das Pferd vor den gefährlichen Stichen schützen und so der Linderung dienen. Hier findet ihr einige Produkte zur Pflege eines Ekzemerpferdes.

Abhilfe?

In Zweifelsfällen ist es zunächst wichtig, einen umfangreichen Allergietest machen zu lassen, dann nur so weiß man, womit man es eigentlich zu tun hat. Dafür wird eine Blutprobe entnommen und das Serum auf diverse Allergene getestet. Hat man dann die Ursache der Reaktion gefunden, sollte man sich individuell von Tierarzt beraten lassen, denn wie auch bei uns Menschen gibt es für Pferde die Möglichkeit einer Immuntherapie via Hyposensiblisierung. Außerdem sind natürlich diverse Medikamente, wie Anti-Histamine etc. verfügbar.

Also, nun wisst ihr, worauf ihr achten müsst. Mehr zu den einzelnen Allergien bei Pferden werden wir euch nächstes Frühjahr zur Allergiezeit berichten. Also, bleibt dran!

theresa
theresa