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Reiten Dressur Springen

Trainingstipps: Schulterherein

Trainingstipps: Schulterherein

Pünktlich nach den Feiertagen beginnt für viele die Turniervorbereitung und somit auch die im Vordergrund stehende Gymnastizierung des Pferdes in Vorbereitung auf anspruchsvollere Übungen. Ute Tietje vom

Buffalo Verlag

hat ein paar Tipps für euch, wie ihr in Stellung reiten könnt. Viel Spaß beim Training! 

Übung 1 - Reiten in Stellung


Der Unterschied zwischen Schultervor und Reiten in Stellung ist minimal. Bei dieser Übung bewegt sich das innere Beinpaar auf einer Linie. Das äußere Hinterbein hingegen spurt ein wenig nach innen.

Reiten in Stellung | Quelle: Buffalo Verlag Reiten in Stellung | Quelle: Buffalo Verlag


Das Pferd auf den langen Seiten mit Kopf und Hals soweit nach Innen stellen, dass man sein inneres Auge und den Rand der inneren Ganasche (Backe) sehen kann und,

soweit es noch möglich ist, auf einem Hufschlag zu bleiben. Diese Stellung zunächst nur für eine halbe lange Seite (ca. 20 m) aufrecht halten. Dann mit beiden Zügeln nachgeben

und das Pferd sich wieder geradeaus stellen lassen. Die Übung zuerst im Schritt und dann im Trab reiten. Ein Helfer sollte von hinten beobachten und ansagen, wann die

Abstellung zu stark ist, das Pferd also nicht mehr auf einem Hufschlag läuft.

Wichtig ist, dass das Pferd dabei gleichmäßig im Takt seiner Gangart bleibt. Wenn das Pferd im Schritt an Fleiß und im Trab an Schwung verliert, sollte die Kopfabstellung

zurückgenommen werden und das Pferd vermehrt vorwärts geritten werden. Das Pferd darf dabei den Kopf nicht schräg halten. Man würde das “sich im Genick verwerfen“ nennen.


Übung 2 - Schulterherein

Schulterherein | Quelle: Buffalo Verlag Schulterherein | Quelle: Buffalo Verlag

Aus der Übung “Reiten in Stellung“ heraus wird das Pferd nun soweit nach innen gestellt, dass die innere Vorhand eine eigenen Spur beschreibt.

Auch hier sollte ein Helfer Anweisungen geben, wann die drei Spuren erreicht sind - also auch, wann es zu viel und wann zu wenig ist.

Diese Stellung wird erreicht, indem der innere Zügel für die Stellung sorgt, während der äußere verwahrende Zügel etwas nachgibt, um die äußere Schulter vorzulassen.

Der innere Schenkel treibt das Pferd am Gurt vorwärts, der äußere liegt verwahrend hinter dem Gurt, um das äußere Hinterbein zu kontrollieren.

Das Pferd darf keinesfalls stärker mit dem inneren Zügel nach innen gezogen werden.


Fehler beim Schulterherein

Fehler beim Schulterherein | Quelle: Buffalo Verlag Fehler beim Schulterherein | Quelle: Buffalo Verlag

Hier ist der innere Zügel zu stark angenommen. Das Pferd wendet den Hals sehr stark, kommt aber mit der inneren Schulter nicht auf eine deutliche

eigene Spur.

Hier wird der innere Zügel zu stark gegen den Hals gezogen. Das Pferd hat einen Knick im Hals

und keine Rippenbiegung.

Richtig!

Hier sind drei gleichmäßige Spuren und die Biegung geht durch das ganze Pferd.

 

 


 

Übung 3 - Schulterherein aus der Ecke entwickeln

Schulterherein aus der Ecke entwickeln | Quelle: Buffalo Verlag Schulterherein aus der Ecke entwickeln | Quelle: Buffalo Verlag

Das Pferd gebogen durch die Ecke reiten.

Anschließend eine ganze Volte reiten.

Aus der Volte heraus, jetzt in der Ecke beginnend, weiterhin mit dem gebogenen, nach innen gestellten Pferd geradeaus reiten.

Das Pferd weiter nach innen richten, so dass drei Spuren entstehen:

Die innere Vorderhand läuft auf einer eigenen Spur, die innere Hinterhand spurt auf die äußere Vorderhand und die äußere Hinterhand

läuft auf einer eigenen Spur.

 

 


Das Buch mit vielen weiteren Tipps, gibt's natürlich auch bei
4Hooves

Hier noch ein paar Informationen zum Buch: 

100 Übungen für Freizeit- und Turnierreiter - Aus der Praxis für die Praxis

Buch-Cover "100 Übungen für Freizeit- und Turnierreiter" | Buffalo Verlag Buch-Cover "100 Übungen für Freizeit- und Turnierreiter" | Buffalo Verlag

Autoren: Hubertus Ott und Ute Tietje

Buffalo Verlag, Verden – 4. Auflage 2014

128 Seiten – mehr als 150 Graphiken

Format 148 x 210

Preis: 18,90

ISBN 978-3-9813009-0-1

„Reiten lernt man nur durch reiten“, eine alte Weisheit, die auch heute noch Geltung hat. Doch der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, neben der Steigerung der reiterlichen Fähigkeiten das Training auf das Pferd abzustimmen und nicht das Pferd auf das Training. Stetes Training ebnet zwar den Weg zu guter Leistung im Turniersport und entspannten, befriedigenden Ausritten, muss jedoch auch im klassischen Reitsport nicht zwangsläufig langweilig sein und die Vielfältigkeit vermissen lassen.

Kreative Übungen erhalten die Aufmerksamkeit des Pferdes und motivieren es zur Mitarbeit. Die weit über 100 Aufgaben dieses Buches versetzen den Reiter in die Lage, leicht zu erkennen, was verbessert werden muss und was sich bereits verbessert hat. Die Manöver sind anschaulich in Skizzen beschrieben und gedanklich leicht umzusetzen. Sie geben dem Reiter wertvolle Anregungen, ein auf den Ausbildungsstand ihres Pferdes abgestimmtes abwechslungsreich gestaltetes Trainingskonzept zu entwickeln. Neben grundlegenden Übungen sind auch Aufgabenstellungen enthalten, in denen mehrere unterschiedliche Manöver aneinandergereiht werden, die das präzise Reiten fördern. Aufgaben aus der GHP (Gelassenheitsprüfung) sowie einfache Trail-Aufgaben mit Hindernissen, die im FN-Präzisionsparcours und FN-Aktionsparcours enthalten sind, runden das Trainingsprogramm ab.

Ziel ist es, durch inspirierende Übungen für individuelles Training ohne Langeweile für Pferd und Reiter die Rittigkeit des Pferdes weiter zu entwickeln sowie Korrektheit und Gelassenheit bei der Aufgabenbewältigung zu erreichen.

Henny Klein
Henny Klein